Im letzten Sommer informierten Vorstand und Aufsichtsrat der GEMA die Mitglieder über eine geplante Reform (offizielle Informationen finden sich auf der Website der GEMA). Und nun geht alles auf einmal sehr schnell, die Aufhebung von E und U steht im Raum, ebenso die Abschaffung eines Vorgehens, das historisch für die Solidarität der GEMA steht. Was das nun für die Szene der zeitgenössischen Musik hierzulande, für Veranstalter:innen und Komponist:innen bedeutet, beleuchten in dieser Rubrik Moritz Eggert, Franz Martin Olbrisch, Iris ter Schiphorst und Hannes Seidl.
Ist „zeitgemäß“ ein Erfordernis? Für wen oder was? Welchen Interessen dient das Zeitgemäße? Ist „zeitgemäß“ eine Selbstvergewisserung?
Astrid Schmeling widmet sich fragend Aspekten des Neuen, des Gegenwärtigen und der Perspektive, und stellt somit Grundsätze der Neuen Musik zur Disposition, die oft unausgesprochen im Raum stehen.
Für alle, die dem Impuls folgen und ebenfalls Fragen aufwerfen oder gar einige beantworten möchten: MusikTexteOnline gibt es jetzt auch auf mastodon (ein dezentraler Blogging-Dienst).
Charles Uzors manifesto ist ein persönlicher Versuch, Leitplanken des eigenen musikalischen Denkens zu entwickeln und Positionen zu beziehen. Karl Ludwig hat vertiefende Fragen zu den neun Sätzen und Untersätzen gestellt, auf die Charles Uzor schriftlich geantwortet hat. Eine (Zwie-)Schrift, die grundlegende Fragen der Musik neu stellt.
Im Interview spricht der Schweizer Komponist Charles Uzor über die Möglichkeit von Melodie heute. Wie lässt sich "melos" komponieren, ohne in den Autoritarismus der Romantik zurückzufallen? Wie gibt man wirklich Kontrolle ab? Lässt sich eine Unschuld der Klänge wiedererlangen?
Stefan Pohlit beleuchtet das Schaffen des Komponisten, Veranstalters und Hochschullehrers, der die "Zweite Avantgarde" in der Türkei prägte wie kein anderer. Er ist am 30. Januar 2025 gestorben.
Rainer Nonnenmann arbeitet in seinem Porträt der griechischen Komponistin Grundzüge ihres musikalischen Schaffens heraus und zeichnet das Bild einer Künstlerin, die mit Extremen arbeitet, politische Einflüsse hervorhebt und sich äußerst kreativ mit Notation auseinandersetzt.
"Musikwerke bilden immer auch einen Reflexionsraum für das, was gerade da draußen in der Welt passiert." Friederike Kenneweg teilt in ihrem Bericht ihre Eindrücke von einem Festival mit – auch vor Ultraschall macht das aktuelle Weltgeschehen keinen Halt.
In seiner Rundschau über die 19. Ausgabe des Festivals berichtet Jimmy Fauth von Mikrotonalität und Klangforschung: von Drones beim Hommagekonzert für Phil Niblock über Pascale Critons Stimmungssysteme bis zu Éliane Radigues spektralen Klangflächen.
Andreas Lang besuchte für uns das Festival ECLAT und berichtet von viel behutsamer Zurückhaltung, einer Elektroperette, polarisierenden Bühnenperformances und der Verleihung des Stuttgarter Kompositionspreises.